Mrz 19 2021

Impfstoff gegen Covid-19 als Handelsware

Während die Menschen verzweifelt auf Lockerungen warten und auf Impfungen hoffen, leistet sich die EU einen Schlagabtausch mit einem Unternehmen, das offensichtlich nicht in der Lage ist, seinen vertraglichen Pflichten nachzukommen. Die Bundeskanzlerin Frau Merkel hatte die Beschaffung und Verteilung der Impfdosen an die EUPräsidentin Frau von der Leyen abgegeben. Gleichzeitig hat sie durch ihre Richtlinienkompetenz den Gesundheitsminister zurückgepfiffen. Diese Vorgehensweise, die wir für unverantwortlich halten, führt jetzt zu Lieferengpässen und somit auch zur Verlängerung des Lockdowns, der die Menschen zermürbt. Gerade zu hanebüchen ist es, dass dem Europäischen Parlament der Vertrag nur mit relevanten geschwärzten Stellen zur Einsicht vorgelegt worden ist. Die damit verbundenen Milliarden Umsätze machen nachdenklich, denn bei diesem Handelsvolumen bei gleichzeitiger Schwärzung entsteht automatisch ein Anfangsverdacht, dass „Zwischenhändler“ möglicherweise großzügig bedacht werden. Diese Form des Handels mit dringend benötigten Impfstoffen ist schlichtweg ein Skandal. Zu viele Menschenleben hängen hier von
rechtzeitigen Impfungen, die viele Leben retten könnten, ab. Wir erwarten als Verbraucherschützer eine rückhaltlose Aufklärung der nicht nachvollziehbaren Umstände eines solchen Handels. Erfreulich ist nur, dass Berlin laut seinem Regierenden Bürgermeister in die Impfstoffproduktion mit einem in Berlin ansässigen Unternehmen einsteigen wolle. Und das ist exemplarisch für eine aus dem Ruder laufende Situation in unserem Land.
„Die meisten Mißlichkeiten der Welt scheinen mir von Menschen herzurühren, die zu
geschäftig sind.“
Arthur Evelyn St. John Waugh

Presseinformation 02_2021

Comments are closed.