Lebenslauf

Zur Person
Ich bin in meiner Heimatstadt Spandau in den Nachkriegsjahren geboren, aufgewachsen und bin mit meiner Frau seit vielen Jahrzehnten zusammen und glücklich verheiratet. Kinder und Enkelkinder haben sich beruflich und auch auf allen anderen Ebenen in der Gesellschaft erfolgreich entwickelt. Dieses Fundament war und ist eine sichere Ausgangsposition, um gerüstet zu sein, sich einzusetzen für Gerechtigkeit und für demokratische Zukunftsentwicklungen in unserer Gesellschaft für alle Menschen gleichermaßen. Der Einsatz für andere führt zu dem Zitat von Gerhard Hauptmann: „Eine Sache gewinnt oder verliert durch den Mann, der sich für sie einsetzt, auch ein Gedanken und eine Meinung“

Erinnerungen
Den Nachkriegsjahren geschuldet, bin ich in einfachen bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen und zwar in einem sozialdemokratischen Elternhaus, in dem ich wohlbehütet wurde. Die Vorlebensweise meiner Eltern führte dazu, dass ich auch in meiner politischen Willensbildung geprägt worden bin. Noch vor der Einschulung bin ich Mitglied einer Jugendorganisation geworden und sehr bald nach der Einschulung wurde ich dort in die Handballmannschaft der Schule integriert und von dort empfohlen, bin ich im VFV Spandau eingetreten und wurde dort bereits 1960 mit meinen Sportskameraden zusammen Berliner Meister im Hallenhandball. In dieser Zeit gab es auch große historische Momente, der Schrecklichste davon war wohl der Bau der Berliner Mauer am 13. August im Jahre 1961. Die erste Mai-Kundgebung im Jahr 1962, auf der der Regierende Bürgermeister Willi Brandt, der DGB Vorsitzende Walter Sickert und der amerikanische Stadtkommandant Lucius D. Clay sprachen und nicht zuletzt die historische Rede des amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy auf dem Balkon des Schöneberger Rathauses, wo er den legendären Satz sprach „Ich bin ein Berliner.“
Diese Entwicklung führte 1966 zum Eintritt in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands, gleichzeitig in die Gewerkschaftsbewegung und in die Arbeiterwohlfahrt. Bei Erinnerung fällt mir das Zitat ein von Jean Paul Aphorismen: „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, woraus wir nicht vertrieben werden können“.

Meine Vorbilder
August Bebel, Marie Juchacz, Theodor Heuss, Carlo Schmidt, Ludwig Erhardt, Heiner Geißler, Ernst Reuter, Albert Schweitzer, Mutter Theresa, Bill Haley, Reinhard May und viele andere die hier nicht Erwähnung finden, aber die sich nahtlos einreihen würden im Kampf gegen Unrecht, soziale Ausgrenzung und Gewalt gegen jedermann. Zu den Vorbildern, die ihre ganze Kraft für Gerechtigkeit einsetzen passt trefflich ein Zitat von Aurelius Augustinus: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst“

Ehrenämter
Während meines sozialpolitischen Engagements in unserer Gesellschaft für die Schwächeren unter den Menschen, habe ich in verschiedenen Organisationen und auf bezirklicher Ebene ehrenamtlich mitgewirkt. Ich möchte nur einige wenige hervorheben, die mir aber auch mit den unbenannt Gebliebenen gleichsam wichtig waren.
Bundesfachausschuss für ausländische Flüchtlinge und Asylsuchende, Beisitzer des Landesvorstandes der Arbeiterwohlfahrt der Stadt Berlin e.V., dort gleichzeitig Mitglied im Personalausschuss, Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und Redaktionsausschuss, Arbeitgebervertreter im Arbeitssicherheitsausschuss, Mitwirkung bei der Gründung des Jugendwerks der Arbeiterwohlfahrt, Vertreter der Arbeiterwohlfahrt in der Großen Liga (Zusammenschluss der Wohlfahrtsorganisationen), Mitgliedschaft im Spandauer Kreisvorstand, hierbei Vertreter in der Kleinen Liga, Abteilungsvorsitzender, bezirklich in der Sozialkommission und Bürgerdeportierter im Jugendwohlfahrtsausschuss (heute Jugendhilfeausschuss); Darüber hinaus Elternvertreter an Spandauer Schulen in verschiedenen Gremien.
Die sportlichen Erfolge, von der Berliner Meisterschaft im Hallenhandball abgesehen, hielten sich in Grenzen, lediglich als Fußballschiedsrichter im Betriebssportverband Berlin wurde ich ehrenamtlicher Vorsitzender (Obmann) und bin noch heute Mitglied der Fußballabteilung bei Hertha BSC.
Nicht unerwähnt darf die Mitgliedschaft im Bund der Steuerzahler bleiben, den ich verlassen habe, als mir bestimmte Abläufe und Personalien auffällig geworden sind. Um ein Ehrenamt auszufüllen benötigt man Ausdauer und Leidensfähigkeit. Arthur Schopenhauer zitiert hierzu: „Die Ehre eines Mannes beruht nicht auf dem, was er tut, sondern auf dem, was er erleidet, was ihm widerfährt‘

Berufliche Entwicklung
Nach abgeschlossener Handwerkslehre wurde ich Berufsfeuerwehrmann, bin dort aus gesundheitlichen Gründen 1984 in den Ruhestand versetzt worden. Habe dann als Personalsachbearbeiter im Bezirksamt Steglitz und im Anschluss in der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales diese Tätigkeit ausgeübt, bin dann in die Privatwirtschaft, erst im Metallgewerbe und danach in die Personalbabteilung der Philipp Holzmann AG gewechselt. Nachdem diese von Altkanzler Schröder auch nicht gerettet wurde, dies hatte ich auch nicht erwartet, habe ich im Anschluss als Geschäftsführer einer Elektroinstallationsfirma gearbeitet und parallel dazu war ich tätig als selbstständiger Konfliktmanager. Wie alle anderen Lebensbereiche auch, ist mein vielseitiges berufliches Umfeld geprägt worden, durch die von mir initiierte Gerechtigkeit, die ich immer vorgelebt habe und viele sind mir auf diesem Weg, der nicht immer ganz einfach war, gefolgt. Viele werden sich daran noch lange erinnern können, aber fest steht für mich, dass ich keinen dieser Mitstreiter vergessen habe. Meine berufliche Entwicklung habe ich immer so verstanden, wie dem Zitat von Antoine De Saint-Exupery: „Die Größe eines Berufes besteht vielleicht vor allem darin, dass er Menschen zusammenbringt‘

Aktivitäten
Es gab immer wieder Zeitpunkte in denen ich mich veranlasst sah, mich gesellschaftspolitisch und sozialkritisch einzubringen, um im erweiterten Umfeld für Gerechtigkeit mit anderen zusammen zu sorgen. So ergab es sich, dass die Wagenburg von der Eastside Gallery am Spreeufer ins Wasserschutzgebiet, Schutzzone drei, nach West-Staaken umgesiedelt werden sollte. Viele empörte Bürger versammelten sich, um gegen dieses Vorhaben nicht nur zu protestieren, sondern es erfolgreich zu verhindern und gründeten dazu eine Bürgerinitiative, mit dem Namen West-Staaken. Es wurden tausende von Unterschriften gesammelt, es wurden Kundgebungen abgehalten, Gespräche mit Politikern geführt, unser Dorfschulze Konrad Birkholz, der sich wohl im zweiten Amtsjahr befand, schaltete sich ein, 2011 ging er nach 16 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand, sowie zahlreiche Politiker der beiden großen Volksparteien. Gleichzeitig gründete sich eine weitere Bürgerinitiative in Staaken mit dem Namen „Stoppt Transrapid“. Hier war der Schwerpunkt eine unwirtschaftliche Kalkulation zur Betreibung der Magnet-Schwebebahn und völlig überzogene Fahrgastzahlen, die so nie eintreten konnten. Die Steuerzahler hätten die Zeche zahlen müssen, dies konnte und wollte ich nicht hinnehmen und engagierte mich dort, um durch gezielte Aufklärung das Millionengrab zu vereiteln. Parallel gründeten sich dann noch drei weitere Interessengemeinschaften, Schwerlastverkehr Nennhauser Damm, Dauerkleingarten Kolonie am Nennhauser Damm und Freilichtbühne am Torweg. Ein Augenmerk hatte ich auch immer auf die Initiative „Rechtschreibreform“ gerichtet, die aber blieb weitestgehend hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. All diese Projekte erforderten einen hohen persönlichen Einsatz, den ich für die Gerechtigkeit jeder Zeit einzubringen bereit war und auch zukünftig wird dies in der Zielsetzung meines Lebens nicht anders sein. Mein Weg jedenfalls führt vorbei an dem Zitat von George Bernard Shaw: „Der einzige Weg, der zum Wissen führt, ist Tätigkeit“

Kundgebungen
Es ist mir dann 1996 gelungen einerseits den SFB mit der beliebten Sendung „Abendschau“, die durch Uli Zelle moderiert wurde, in die Freilichtbühne Staaken am Torweg zu holen, um über die zahlreichen Probleme im Ortsteil Staaken live zu berichten. Im Oktober 1996 habe ich als Koordinator aller Bürgerinitiativen zu einer Kundgebung in die Freilichtbühne gerufen, zu der kamen über tausend Bürger, um ihren Protest zu dokumentieren. Auf dieser Kundgebung hat u.a. der Bezirksbürgermeister Konrad Birkholz, die Bundestagsabgeordneten der SPD und der CDU, Wolfgang Behrendt und Heinrich Lummer gesprochen und viele andere, die sich zum Thema äußerten. Einmal abgesehen von der ehemaligen Freilichtbühne am Torweg haben alle anderen Bürgerinitiativen zum Erfolg geführt worden, zuletzt der Ponyhof Staaken.
Zu diesem Zeitpunkt wurde der Verein Freilichtbühne Staaken e.V. gegründet, der sich u.a. auch mit der Ausrichtung von Veranstaltungen beschäftigte. Es traten hierbei u. a. der Theaterverein „Elektra“, die Hochseilartisten „Familie Traber‘, zahlreiche Schausteller, Solisten, Spielmannszüge und sonstige Interpreten auf. Leider sind die Bemühungen des Vereins u.a. auch an dem Spandauer Bezirksamt gescheitert, dort eine ständige Kultureinrichtung zu etablieren, offensichtlich wollte diese alte Einrichtung aus der ehemaligen DDR niemand ernsthaft am Leben erhalten. Sie diente in den letzten Tagen nur noch zur Durchführung von Protestveranstaltungen.
Den notwendigen Protest in unserer Gesellschaft lässt sich in Übereinstimmung bringen mit dem Zitat von Wieslaw Brudzinszki, „Ein guter Propagandist kann sogar mithilfe der Wahrheit überzeugen ‚

Der politische Standort
Wie schon einleitend dokumentiert, war ich rund 17Jahre Mitglied der SPD und habe diese erst verlassen, als sich die Partei aus meiner Sicht gegen Helmut Schmidt stellte und es zur politischen Wende in Deutschland kam. Die Entwicklung der SPD ist auch heute in Berlin, meines Erachtens nach, in Erinnerung an Personen wie Kurt Schumacher, Erich 0llenhauer und Willi Brandt nicht mehr die Partei, der ich einmal angehörte. Hätte ich damals diesen Schritt nicht getan, so wäre ich spätestens nach Gerhard Schröder ausgetreten.
Natürlich habe ich die zahlreichen Kommentierungen zur Person im Internet wahrgenommen. Die dortigen Darstellungen und Festlegungen zur Person sind schlichtweg falsch. Im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit als selbstständiger Konfliktmanager habe ich nach Beauftragung in mehreren kleineren Parteien Sondierungen vorgenommen. In der Bewertung und Analyse konnte ich jeweils ausloten, in welcher Beziehung diese Parteien in unserer demokratischen Grundwerteordnung stehen. Die angesprochenen Parteien benenne ich wie folgt: Die Grauen, Bürgerbund, Schill-Partei und WASG.
Zu meinem politischen Selbstverständnis gehört auch, dass ich mich wieder seit vielen Jahren parteipolitisch (CDU) gebunden habe, um meinen demokratischen Pflichten nachzukommen und der Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu dienen. Meine Einstellung zur Politik und deren Personal ist es, wie in dem Zitat von Oliver Hassen-Camp: „Politik sollte Sache der Besten sein. Schon die zweite Garnitur ist ihr nicht mehr gewachsen‘

Gerechtigkeit
Mein Lebensziel ist es die Mehrheit der Menschen zu mobilisieren, um der Gerechtigkeit zu einem Sieg zu verhelfen. Nun heißt es, wer die Gunst der Massen zu gewinnen sucht, der ist populistisch. Wenn dies nun aber dazu dient, die Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft zu etablieren, dann bin auch ich gern populistisch.
Meine Funktion als Präsident des Spandauer Mieterverein für Verbrauchschutz e.V., die ich aus tiefer Überzeugung übernommen habe, hat die Funktion, den Verbraucherschutz und die von mir als wesentliche Lebensgrundlage angesehene Gerechtigkeit zu einem gesellschaftlichen Standard zu machen, damit alle Menschen eine einheitliche Lebensgrundlage in der Zukunft einmal vorfinden können und dies ist nur möglich, wenn viele an diesem Ziel mitarbeiten und sich selbstlos einsetzen. Ich möchte hier durch ein Zitat Platon zu Wort kommen lassen: „Gerechtigkeit wird nur dort herrschen, wo sich die vom Unrecht nicht Betroffenen genau so entrüsten wie die Beleidigten“

Mieterinteressengemeinschaften
Gut zehn Jahre später entwickelte sich die Wohnungs- und Mietenpolitik sehr zu Ungunsten der Mieter, dies hat sich bis zum Jahre 2013 nicht verändert, nach Erhalt der Betriebskostenabrechnung für das Jahr 2006 im Wohnpark Staaken formierte sich die Mieterschaft und gründete im Januar 2007 eine Mieterinteressengemeinschaft. Im Januar 2008 wurden drei Sprecher gewählt, die dann gemeinsam mit insgesamt 180 Mitgliedern gegen die unwirtschaftliche Abrechnungsweise der Hausverwaltung protestierten, dies wurde im Besonderen zum Ausdruck gebracht auf einer Mieterversammlung am 26. April 2008, an der ca. 250 interessierte Mieter teilnahmen. Auch hier sprachen zahlreiche Vertreter aus den etablierten politischen Parteien. Es konnten erste Erfolge verbucht werden, in dem die Hausverwaltung Korrekturen zur Betriebskostenabrechnung vornahm und die Mieterinnen und Mieter dadurch entlastet wurden.
Die Interessengemeinschaft gründete ein Festkomitee, das seine Tätigkeit aufnahm, um ein Siedlungs- und Kinderfest durchzuführen. Dieses Fest wurde am 30. August 2008 erfolgreich durchgeführt. Gestützt von zahlreichen Sponsoren konnte eine Tombola organisiert werden und weitere zahlreiche Attraktionen konnten den Veranstaltungsbesuchern angeboten werden. Gleichzeitig wurde eine Unterschriftensammlung zur Gründung des Spandauer Mieterverein e.V. durchgeführt. Am 17. Oktober 2008 gegründete sich der Spandauer Mieterverein und erhielt die Gemeinnützigkeit. Der Verein wurde am 12. Dezember 2008 in das Vereinsregister eingetragen. Es war kein einfacher Weg, da sehr viel Gegenwind von dritter Seite kam, u.a. von einem Berliner Mieterverein, der sich gegen diese Gründung aussprach und beim Vereinsregister dem Amtsgericht Charlottenburg entsprechend intervenierte.
Während dieser Gründungsphase gründeten sich zwei weitere Mieterinteressengemeinschaften im Falkenhagener Feld, an der Zweibrücker Straße und im Ortsteil Karow im Bezirk Pankow. Es ist noch anzumerken, dass über die Mieterinteressengemeinschaften nicht ausreichend in den Medien berichtet wurde. Lediglich die Fernsehsender SAT 1 und TV Berlin, sowie im Berliner Rundfunk 91,4 und wenige Zeitungen berichteten darüber. Obwohl dieses Thema gesellschaftspolitisch sehr relevant ist, denn die meisten Mieter werden durch die Hausverwaltungen, Eigentümer und Wohnungsbaugesellschaften in unerträglicher Art und Weise abgezockt und diese Eigentümer – oft Heuschrecken im Ausland – stecken sich Milliardengewinne in die eigenen Taschen. Bis zum heutigen Tag hat es weder die Politik, der Gesetzgeber und die Justiz vermocht, deutliche Veränderungen zum Wohle der Verbraucher herzustellen. Hier zeigt es sich, dass in unserer Gesellschaft in einem zentralen Punkt für die Menschen in unserem Land die Gerechtigkeit nicht hergestellt werden konnte.
Ein Großteil meines Lebens habe ich wohl verbracht im Sinne des Zitat von Garson Kanin: „Der beste Teil im menschlichen Leben ist die Zeit, in der wir arbeiten und schöpferisch tätig sind. Kein Zweifel ist möglich – das wirkliche Abenteuer des Geistes und der Seele liegt im Schaffen‘

Hallo Nachbarn
Nach dem Sie sich mit meinem Lebensweg befasst haben, möchte ich meine Dokumentation mit dem Zitat schließen
Eines Menschen Vergangenheit ist das, was er ist. Sie ist der einzige Maßstab, an dem er gemessen werden kann.
(Oscar Wilde) In diesem Sinne:
Macht’s gut Nachbarn
Heinz Troschitz